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September2017:

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Kreativität in Bergisch Gladbach neuer Wind

Inspiration zu neuen KreAktivitäten

➞ "Kreativität als Grundhaltung" Artikel von HD Haun

Neuer Wind weht in verschiedene Richtungen:

Die Galerie für neuen Wind

bietet die Vermittlung qualitativ hochwertiger Kunst, die technische Realisierung von Ausstellungen und die Durchführung von Vernissagen u.a. für Arztpraxen, Unternehmen, Kirchen an. Derzeit vertritt die Galerie rund 45 Künstlerinnen und Künstler, die meisten aus der Region Köln/ Bergisch Gladbach, alle mit reger Ausstellungstätigkeit, einige mit internationaler Präsenz.

Veredeln Sie Ihre Räume mit Kunst!
Erfreuen Sie sich an einer atmosphärischen Aufwertung!
Fördern Sie Künstler und Künstlerinnen der Region!

Die Wirkstatt für neuen Wind

betreibt Kulturmanagement und schreibt ein kreatives Bildungs- und Selbsterfahrungsangebot aus.
Programmbereiche:

  • Kurse und Fortbildungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
    mit dem Schwerpunkt Theater: Grundlagen darstellenden Spiels – Maskentheater (Bau und Spiel) – Figurentheater (Bau und Spiel) – Lehrerfortbildungen – Theater mit Teams
  • Kulturpädagogische und Theaterprojekte: laufendes Theaterprojekt für Erwachsene in Köln-Dellbrück – aktuell geplantes Theaterprojekt für Jugendliche in Bergisch Gladbach
  • Mythodrama: existenziell wichtige Themen in mythologischen Figuren und Erzählungen dienen als Grundlage für theatralische Bearbeitungen
  • Organisation von Kulturveranstaltungen: inhaltliche Konzeptionierung, Künstlerkontakte und Kulturprogramme für Tagungen und Feste

Entdecken und erweitern Sie Ihre Talente!
Trauen Sie sich auf die Bretter, die die Welt bedeuten!
Fördern Sie Ihre Lebenskunst!

Das Institut für neuen Wind

offeriert gesundheitspädagogische/ persönlichkeitsfördernde Angebote:

  • "Kreativ kontra Burnout": Im Team mit einer Ärztin, einer Psychotherapeutin, einem Regisseur und einem Theaterpädagogen wendet sich das Programm an Menschen, die einen Ausgleich suchen für ein hohes berufliches Gefordertsein und/ oder einem drohenden Burnout zuvorkommen wollen. Das Programm leitet an zu ganzheitlicher Tätigkeit unterschiedlicher Arten, kombiniert Besinnung und Aktivität, Entspannung und Antrieb. Das Programm erstreckt sich in einem Zyklus von zehn dreistündigen Veranstaltungen.
  • "Aktivierendes Kompetenztraining" nach Barbara Hazard
  • Entspannung und Stressreduktion
  • Gruppenaktivierung
  • "Fingerübungen in Lebenskunst“.

Fragen Sie nicht danach, woran man alles erkranken kann!
Fragen Sie danach, was Sie gesund erhält!
Entdecken und fördern Sie Ihre Stärken!

 

 

Kreativität als Grundhaltung
(Artikel von HD Haun)

Zwei Begebenheiten zur Einstimmung

  • Ingvar Kamprad vom Bauernhof Elmtaryd im schwedischen Agunnaryd hat es stets verstanden, aus der Not eine Tugend zu machen. Mit 17 gründete er die Firma IKEA und verkaufte Alltagsgegenstände wie Kugelschreiber, Tischdecken und Nylonstrümpfe. Vier Jahre später kamen Möbel hinzu. Mitte der 60er Jahre ist IKEA in Schweden so beliebt, dass ein neu gegründetes Möbelhaus im Raum Stockholm dem Ansturm der Besucher nicht gewachsen ist. Kamprad lässt kurzerhand die Lager für die Kunden öffnen – eine Idee, die bis heute das Ladenkonzept des multinationalen Einrichtungskonzerns ausmacht...
  • Es war Ludwig Wacker aus Zweibrücken, der sich1925 erstmals ein Patent an Fußballschuhen mit Stollen ausstellen ließ. Doch erst 29 Jahre später verhalf Adi Dassler dem Sporttreter zu Weltruhm. Jahrelang hat der Adidas-Gründer an seinen Sportschuhen getüftelt. Schließlich gab er sie Helmut Rahn, der mit den Schuhen am 4. Juli 1954 im WM-Finale gegen Ungarn das „Wunder von Bern“ mit vollbrachte. Heute ist die Marke mit den drei Streifen Marktführer im Fußballgeschäft, dem Erfindungsreichtum und der Hartnäckigkeit von Adi Dassler, am Ball zu bleiben, sei Dank.

Diese beiden Geschichten machen exemplarisch deutlich: Kreativität kann sich sowohl aus einer plötzlichen Idee, einer intuitiven Eingebung heraus einstellen als auch über einen „langen Atem“, über das konsequente und beharrliche Verfolgen einer Idee. In beiden Fällen gilt: „Niemals aufgeben!“ (So lautet übrigens auch die Losung, die Lapo Elkann,  Fiat-Erbe und Stilikone des kreativen Italiens, sich auf den linken Oberarm tätowieren ließ...)

Eine kleine Übung

Besorgen Sie sich sechs oder acht identische Bildpostkarten gleich welchen Motivs und probieren Sie möglichst viele Varianten, die Karten irgendwie aneinander zu legen und bewahren Sie sich den Blick auf alle Karten. Probieren Sie und beobachten Sie, was passiert (…und lesen Sie erst danach weiter). Sie werden vermutlich festgestellt haben, dass sich neue Flächen, Linien aus Reihungen oder Spiegelungen ergeben. Details aus einer Karte, zunächst vielleicht gar nicht wahrgenommen, gewinnen in der Komposition aller Karten plötzlich eine gestalterische Kraft und Bedeutung. Sie gewinnen plötzlich eine neue Sichtweise auf das Material, es entsteht etwas Neues (hier: ein kleines ästhetisches Produkt)! Sie haben etwas Neues geschaffen, erschaffen, eine neue Kreation, dank Ihrer Kreativität!

Der Wesenskern eines schillernden Begriffs

Und somit sind wir mitten in der Definition dessen, was Kreativität denn nun ist, dieser schillernde Begriff, der bisweilen so inflationär benutzt wird: Kreativität ist zunächst einmal nichts weiter als die schöpferische Fähigkeit, etwas Neues zu schaffen. Genauer: die Fähigkeit, eine adäquate Antwort auf eine neue Situation (oder eine neue, aktuell angemessene Antwort auf eine alte Situation) zu finden. Das Produkt der Kreativität: das sog. Neue kann eine Problemlösung sein, eine Idee, eine Entdeckung, eine Erfindung oder aber ganz konkret ein neues Produkt.

Ist jeder Mensch kreativ?

Ich möchte erst einmal den Negativfall ausschließen: Niemand ist unkreativ. In unserem Alltag werden uns vielerlei Lösungen aller möglicher kleiner Probleme abverlangt, geben wir „adäquate Antworten auf neue Situationen oder neue, aktuell angemessene Antworten auf alte Situationen“. Auf dem Weg zur Genialität sind dann allerdings noch einige weitere Voraussetzungen zu erfüllen, insbesondere diese:

  • Ich muss mich in einem Erfolg versprechenden Tätigkeitsgebiet bewegen.
  • Es bedarf eines gewissen Fundus an erworbener Expertise.
  • Ich muss über Motivation verfügen (Neugier, Interesse, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen...).
  • Ohne Risikofreude, also die Bereitschaft, mich auf Unbekanntes einzulassen, werden sich keine neuen Lösungen einstellen.
  • Ruhiges, ungerichtetes Denken, das nicht zielstrebig ist, sondern in die Breite und in die Tiefe des Unbewussten geht, scheint eine unerlässliche Voraussetzung für kreatives Tun zu sein.
  • Bedeutsam ist vor allem die Fähigkeit zu divergentem Denken, also dazu, für ein Problem ungewöhnliche Lösungen zu finden.

Kreativität ist durch rational-analytisches Denken allein nicht zu erlangen. Es braucht auch das Probieren, das Tun.

Deswegen folgt hier:

Eine zweite kleine Übung

Vielleicht kennen Sie schon die Lösung dieser Aufgabe... - ansonsten versuchen Sie erst mal hinter das Geheimnis zu kommen, bevor Sie die Lösung nachschlagen. Los geht’s: Versuchen Sie neun Punkte, die in einem Quadrat gleichmäßig in drei Kolonnen zu drei Punkten angeordnet sind, mit vier Linien zu verbinden ohne den Stift abzusetzen. - Sie können in dieser Übung erfahren, dass Denken innerhalb (vermeintlich) festgelegter Grenzen bei kreativen Problemlösungen nicht sonderlich weiterhilft und dass man bisweilen den vorgegebenen Rahmen überschreiten muss, um zu einer Lösung zu kommen.

Welche Möglichkeit noch?

In jüngster Zeit kann man häufig hören, ein bestimmtes politisches Handeln sei „alternativlos“. Eine solche Haltung ist offenkundig kreativitätsfeindlich. Eine kreative Grundhaltung geht stattdessen gerade davon aus, dass immer, z.B. außerhalb eingefahrener Denk-grenzen, alternative Lösungen bestehen. Meine Lehrerin Katja Delakova hat stets betont: „Spielen heißt: Welche Möglichkeit noch?“ - Gleiches gilt für kreatives Tätigsein, ganz gleich in welchem Bereich. Ja, gerade eine spielerische, phantasiebeflügelte Herangehensweise macht kreative Lösungen möglich. Apropos „möglich“... - In Robert Musils Buch „Mann ohne Eigenschaften“ (1952) findet sich eine in unserem Zusammenhang sehr passende Darstellung:

Über den Möglichkeitssinn

„Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muss man die Tatsache achten, dass sie einen festen Rahmen haben: dieser Grundsatz ist einfach eine Forderung des Wirklichkeitssinns. Wenn es aber Wirklichkeitssinn gibt, und niemand wird bezweifeln, dass er seine Daseinsberechtigung hat, dann muss es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann.

Wer ihn besitzt, sagt beispielsweise nicht: Hier ist dies oder das geschehen, wird geschehen, muss geschehen; sondern er erfindet: Hier könnte, sollte oder müsste geschehn; und wenn man ihm von irgend etwas erklärt, dass es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebensogut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist.“

Den Möglichkeitssinn zu pflegen ist mehr eine Grundhaltung als eine Technik, aber auch sie bedarf der alltäglichen Übung.

Kreativ-Sein ist ein ganzheitliches Tätigsein

Längst hat die Gehirnforschung nachgewiesen, dass die Vorstellung von zwei spezialisierten Gehirnhälften zu einfach ist. Stattdessen müssen wir davon ausgehen, dass Intuition und Ratio keineswegs voneinander getrennt funktionierende Bereiche sind, sondern immer zusammen spielen. Besonders im Vergleich von Intelligenz- und Kreativitätsauf-gaben wird deutlich, dass bei letzteren eine Kommunikation zwischen verschiedenen Gehirnarealen lösungsförderlich wirkt. Die kreative Herangehensweise an einen Gegenstand fordert unser emotional-intuitives Vermögen genauso wie das rational-analytische. (Der Zukunftsforscher Robert Jungk hat diese beiden Anstrengungen zum Grundprinzip der Arbeit in seinen Zukunftswerkstätten gemacht...)

Kreative Tätigkeit ist eine ganzheitliche Tätigkeit. Deswegen fordert sie nicht nur Leistung, sondern macht auch Spaß.

Kreativsein üben

Die einschlägige Literatur bietet eine Fülle von Möglichkeiten, die eigene Kreativität zu fördern. Als Beispiele seien hier genannt:

  • „Die Methode Bömmel“ - Gymnasialprofessor Bömmel stellt in der Feuerzangenbowle die Frage: „Wat issen Dampfmaschin'?“ und gibt sich selbst die Antwort: „Da stellen mir uns erstmal janz dumm an!“ Trainieren Sie also öfter einmal, sich dumm zu stellen. Versetzen Sie sich in jemanden hinein, der sich noch nie mit dem Problem befasst hat und stellen Sie aus dieser Position heraus Fragen. Sie werden sehen, dass Sie so oft sehr schnell auf ganz neue Gedanken kommen.
  • „The Hanged Man – Kopfüber hängend sehe ich alles anders“ - Lösen Sie sich von gewohnten, eingespielten Mustern und drehen Sie eine Aufgabe einfach um, schütteln Sie sie durch, finden Sie eine Lösung für die umgedrehte Aufgabe. Stellen Sie auch die Lösung auf den Kopf. Welche Ideen sind brauchbar? Vergessen Sie den Rest.
  • „Ungewohnte Problemlösungsversuche“, etwa: Wie würde ein Baum dieses Problem lösen? Wann wäre das Problem gar kein Problem? Wie kann ein zufällig im Lexikon nachgeschlagenes Wort dabei helfen, das Problem zu lösen? Wenn das Problem ein Gemälde wäre, was würde man auf dem Gemälde sehen?

Das Beispiel von Künstlern

Sich in solchen Übungen zu erfahren, kann nicht schaden. Aber hüten Sie sich davor, Kreativität zu funktionalisieren. Versuchen Sie Kreativität nicht von einem Zweck her zu bestimmen. Nehmen Sie sich stattdessen Künstler als Beispiel, deren Domäne ja gerade die Kreativität ist. Bewahren Sie und gestatten Sie sich „Ihre künstlerische Freiheit“, eine Nicht-Zielgerichtetheit, Unkonventionalität und Ver-rücktheit, wenn sie kreativen Lösungen näher kommen wollten. - Kunst, die nur Technik ist, hat wenig Ausstrahlung. Begreifen Sie deshalb Kreativität auch eher als eine Grundhaltung und nicht so sehr als antrainierbare Technik.

www.neuer-wind.de www.neuer-wind.de


Heinz-D. Haun: Spezialist für Kreativität aus Bergisch Gladbach
Heinz-D. Haun
Lehrer 1. + 2. Staatsexamen
Leiter
Inhaber
02202-250837
16_03_2010
im 8. Jahr Mitglied
Qualifikationen
Sonderschullehrer, Theaterpädagoge BuT, Zusatzausbildung in klientenzentrierter Gesprächsführung, zertifizierter Kursleiter von Präventionsgruppen, Teilnahme an zahlreichen Fortbildungen und Kursen in den Bereichen Spiel – Musik – Tanz/ Bewegung – Theater, u.a. an der Akademie Remscheid, im Freien Musikzentrum München, bei der LAG Spiel und Theater in Recklinghausen
Mitgliedschaften
Stadtverband Kultur Bergisch Gladbach, Bundesverband Theaterpädagogik, Seniorentheaterkonferenz NRW, Deutsch-Zyprisches Forum, Gesellschaft für bedrohte Völker